Bewegungsförderung
Frauengesundheit im Fokus
Bedarf erkennen, aktiv werden: Wie sich Nachbarschaftsinitiativen mit speziellen Präventions- und Bewegungsangeboten um die Gesundheit von Frauen kümmern.
Während bundesweit über eine bessere Gesundheitsversorgung von Frauen diskutiert wird, schaffen lokale Initiativen bereits konkrete Lösungen. In Solingen, Wuppertal, Bonn und Hamburg organisieren engagierte Ehrenamtliche Bewegungs- und Gesundheitsangebote, die speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sind. Die Angebote finden bewusst in geschützten Räumen statt, ein wichtiger Faktor für viele Teilnehmerinnen.
Im wahrsten Wortsinn eine Frauenbewegung
Unter dem Motto „FlexiWoman“ bieten die Macherinnen des Vereins „Helfende Schirme Solingen“ zweimal wöchentlich ein Fitnessprogramm für Frauen an – und sind damit für den AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ 2026 nominiert. Das Angebot umfasst Fitnessübungen, Stretching, Tanz- und Mobilisationselemente sowie Entspannungsübungen. Ziel ist es, Beweglichkeit, Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken. Ihr Angebot richten die „Helfenden Schirme“ insbesondere an Frauen mit Migrationsgeschichte oder in schwierigen sozialen Lebenslagen. „Viele Frauen haben nur eingeschränkten Zugang zu Sport- und Gesundheitsangeboten“, sagt die Vereinsgründerin Agnieszka Moranska-Röder.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Aktiven vom „Nachbarschaftsheim Wuppertal“ und „Haus Vielinbusch“ in Bonn. Beide wurden 2025 mit dem AOK-Förderpreis ausgezeichnet. In Wuppertal treffen sich Teilnehmerinnen zweimal pro Woche zu einem „Bewegungs- und Entspannungsangebot für Frauen aller Nationen“. In Bonn werden Kurse wie „Entspannung und Stressbewältigung für Frauen“ und „Fitness für Frauen“ organisiert.
Alle Bewegungsangebote sind auch Begegnungsangebote und fördern nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit. „Wir bestärken Frauen darin, ihre Gesundheit aktiv in die Hand zu nehmen und sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen“, sagt Christiane Schneider-Mensching vom „Nachbarschaftsheim Wuppertal“. Filipe Castro von „Haus Vielinbusch“ sagt: „Unser Ziel ist es, einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, sozialen Integration und Stärkung von Frauen im Stadtteil zu leisten“.
Gemeinsam gegen Überlastung und Mental Load
Auch die Hamburger Initiative „ConEcke“ setzt auf ganzheitliche Gesundheitsförderung. Mit dem Projekt „Alle Bälle in der Luft – und trotzdem runterkommen!" verbinden sie Yoga, Walken und gesundes Kochen. „Viele Frauen jonglieren täglich verschiedene Rollen – Beruf, Familie, Haushalt, Pflege oder Ehrenamt – und geraten dabei leicht in Überlastung“, sagt Marion Pätzel von „ConEcke“. „Unser Anliegen ist es, sie vor Dauerstress und Erschöpfung zu schützen und Selbstfürsorge zu stärken.“ Das Projekt war 2025 für den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ nominiert.
Der AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“
Sie haben selbst einen Kurs mit Schwerpunkt Frauengesundheit ins Leben gerufen oder sind gerade dabei, dies zu tun? Dann bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem Projekt! Zum siebten Mal in Folge loben die AOK Rheinland/Hamburg und Netzwerk Nachbarschaft 2026 den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ aus.
