Gesunde Ernährung

Kräuterküche – vom Beet auf den Teller

Gemeinsame Gartenarbeit an der frischen Luft allein ist schon eine super Sache – noch besser ist es, wenn die Ernte direkt gemeinschaftlich verarbeitet wird. Was in keinem Garten fehlen sollte, sind gesunde Kräuter. Diese Nachbarschaften setzen aufs gute Grün

Sie sind eine Bereicherung für jedes (nachbarschaftliche) Beet, meist leicht zu pflegen und vor allem gesund: Kräuter. Die Petersilie zum Beispiel ist reich an Vitamin A, B, C und E und hat dank ihrer Bitterstoffe antioxidative sowie entzündungshemmende Eigenschaften. Salbei kann mit seinen Ölen und Gerbstoffen Keime beseitigen, Krämpfe lösen und schweißhemmend wirken. Schnittlauch steckt voller Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium und enthält unter anderem die wichtigen Vitamine A, C und K – um mal die positiven Eigenschaften von nur dreien der geschätzt mehr als 1000 Nutzkräuter zu nennen.

Nach Bewegung, Arbeit und Kochen im Freien darf auch mal gefeiert werden: Mitglieder und Besucher des Hamburger Heilgartens beim Gartenfest / © Netzwerk Nachbarschaft, Heilende Stadt e.V.; Foto: Norbert Nähr

Ein Garten mit Superpower

Die gesunde Kraft der Kräuter wissen auch Nachbarschaften wie die Hamburger Initiative „Heilende Stadt e.V.“ zu schätzen. In ihrem „Heilgarten“ im Altonaer Volkspark (nominiert für den AOK-Förderpreis 2025) haben die Mitglieder einen liebevoll gestalteten Kräutergarten angelegt. Was hier wächst, verarbeiten sie in gemeinsamen Kochaktionen in der Outdoorküche. In Kräuter-Kursen wird darüber hinaus für alle Interessierten das nötige Wissen vermittelt, damit die Nachbarinnen und Nachbarn auch zu Hause vom gesunden Grün profitieren.

Wohltuendes von der Wiese

Was alles Gutes in Kräutern steckt – und das nicht nur in eigens angepflanzten, sondern auch in wild wachsenden –, vermitteln die engagierten Nachbarinnen und Nachbarn vom „Permakulturhof vorm Eichholz e.V.“ bei Wuppertal. Regelmäßig bieten sie Kräuter- und Wildkräuterführungen an, bei denen es ums Bestimmen und um die richtige Verarbeitung der Pflanzen geht. Sie nutzen ihre Hofkräuter aber auch selbst als Zutat für gemeinsame Essensaktionen wie das vegane Mitbring-Buffet oder die Brot- und Pizzabacktage.

Kräuterküche international

Wie gesund und bereichernd es ist, mit Zutaten aus eigener Ernte zu kochen, erleben die Mitwirkenden der Hamburger Initiative „Wir für Niendorf e.V.“ bei ihren Kochangeboten. Immer auf der Zutatenliste: Kräuter aus eigenem Anbau. Seit 2021 bewirtschaften die Nachbarinnen und Nachbarn ihren „Gesunden Garten“. Unter professioneller Anleitung gärtnern sie regelmäßig zusammen und erfahren, wie man nahrhafte Kräuter und Gemüse im Alltag gesund zubereitet. Ihr Wissen und ihre Ernte bringen sie auch in das Projekt „Interkulturelles Kochen“ ein, mit dem das Team von „Wir sind Niendorf e.V.“ 2024 den AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ erhielt.

Der AOK-Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“

Sie haben selbst einen nachbarschaftlichen Kochtreff ins Leben gerufen oder sind gerade dabei, dies zu tun? Dann bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem Projekt! Zum siebten Mal in Folge loben die AOK Rheinland/Hamburg und Netzwerk Nachbarschaft 2026 den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ aus.

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