Schammatdorf e. V., Trier

Schammatdorf inklusiv: von der Gemeinschaftsküche zum Dorfkiosk

InitiatorInnen

Das integrative Wohnprojekt Schammatdorf wurde von engagierten TriererInnen in den 1970er-Jahren gegründet. Ihr Ziel: städtisches Wohnen gemeinschaftlich und inklusiv zu gestalten. 280 Menschen, unter ihnen auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer, leben zur Miete in 140 Wohnungen, von denen 40 rollstuhlgerecht und 21 barrierearm sind. Das Schammatdorf gilt als Modellprojekt für kooperatives Wohnen. Mit ihrem Verein fördern die Aktiven das inklusive Miteinander und organisieren vielfältige Kulturevents für ihr Quartier.

Projektbeschreibung

Gemeinsames Kochen und Essen sind der Kitt der aktiven Nachbarschaftsgemeinschaft. Einmal im Monat treffen sich alle zum Sonntagsmittagessen, jeden Freitag zum Nachbarschaftskaffee. Die Engagierten haben mehrere Begegnungsorte aufgebaut, dazu gehören eine Gemeinschaftsküche, der „Kinderkeller“, ein Sportraum sowie das „Kneipchen“. Ihr Dorfkiosk dient als wichtige Anlaufstelle. Das Kulturprogramm der BewohnerInnen des Schammatdorfs strahlt weit über das Quartier hinaus. So erreichte zuletzt im September das inklusive Tanzevent „Sperrmüllgeschichten“ ein begeistertes Publikum.

Aktueller Stand

Bisher ist der Kiosk als generationsübergreifender Treffpunkt an zwei Tagen in der Woche geöffnet. Hier kommen die Bewohnenden zusammen und organisieren ihre sozialen Aktivitäten. Dieses Potenzial will das Kioskteam stärker ausschöpfen. Die Freiwilligen erweitern ihr Angebot um Selbstgebackenes, vegane Speisen und gesunde Snacks. Zudem wollen sie die Zahl der Freiwilligen erhöhen und die Öffnungszeiten ausdehnen.

Langfristiges Ziel

Das Wohnprojekt ist geprägt von der Bereitschaft zu nachbarschaftlichem Miteinander und selbstverantwortlichem Handeln. Die Engagierten planen weitere Aktionen und Projekte, um den Gemeinschaftssinn zu fördern. Die Zugezogenen und Jugendlichen sollen darin bestärkt werden, sich zu engagieren und frische Ideen einzubringen. „Das Leben in unserer aktiven Gemeinschaft ist die natürlichste Form des Wohnens. Es bereichert alle und schützt wirksam vor Vereinsamung“, sagt Anja Loch, „Kleine Bürgermeisterin“ des Schammatdorfs.

Steckbrief

Initiative:
Schammatdorf e. V.

Organisationsform:
Verein

Projekttitel:
„Kiosk“

Webseite:
www.schammatdorf.de

Aktive Nachbarn: 250
Beteiligte Nachbarn: <500

Altersgruppen:
% jünger als 60: 60
% zwischen 60 und 75: 31
% älter als 75: 9