Auf einer einst brachliegenden Fläche in Düsseldorf-Oberbilk säen und ernten Anwohnende gemeinsam für die Nachbarschaft: Rund 20 freiwillig Engagierte „beackern“ das Grundstück seit über zehn Jahren als „Gemeinschaftsgarten Oberbilk“. Hier geben sie altes Gärtnerwissen weiter und begeistern Nachbar:innen für selbst angebaute regionale und saisonale Lebensmittel. Einen besonderen Schwerpunkt legen die Aktiven auf gesunde, nachhaltige und gemeinschaftlich organisierte Ernährung. In ihrem Garten wachsen über 30 verschiedene Sorten – von Blatt-, Wurzel-, Kohl- und Fruchtgemüse über Steinobst und Nüsse bis hin zu mediterranen und klassischen Kräutern. „Wir orientieren uns am phänologischen Kalender und leben saisonale Ernährung vor. Dabei vermitteln wir auch Wissen über gesunde Zubereitung, Lagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln“, sag Aike Jan Ulrich von „Düsselgrün“. Die Ernte wird geteilt und gemeinschaftlich im Garten oder bei Festen für die Nachbarschaft „verkocht“.
Aktueller Stand
Mit ihrem Projekt setzen die Vereinsmitglieder einen bewussten Gegenpol zu Fertigprodukten und Food Waste im Quartier: „Wer eine Tomate von der Aussaat bis zur Ernte begleitet, entwickelt Wertschätzung für Lebensmittel und deren Anbau“, sagt Aike Jan Ulrich. Jeden Sonntag gärtnern die Aktiven gemeinschaftlich. Für viele ist der Garten nicht nur ein Lern- und Begegnungsort, sondern ein wichtiger Ausgleich zum oft bürogeprägten Arbeitsalltag geworden. Um die direkte Nachbarschaft noch mehr zu integrieren, kooperieren die Aktiven mittlerweile auch mit dem anliegenden sozialpsychiatrischen Zentrum. Ihr Projekt finanzieren sie durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Langfristiges Ziel
Die Aktiven planen, den Garten noch stärker zum offenen Lern- und Begegnungsort für alle Generationen auszubauen: Neben dem gemeinschaftlichen Gärtnern wollen sie künftig auch kulturelle Veranstaltungen, Workshops und Aktionen im Garten organisieren. Das Preisgeld würden Sie in neue Hochbeete sowie heimische Sträucher und Bäume investieren.
Engagierte Nachbar:innen in der Initiative: ca. 20
Wirkungskreis im Quartier: 30.400 Anwohnende in Oberbilk
Erreichte Nachbar:innen im Projekt: ca. 200, geschätzt
Projektteilnehmer:innen nach Altersgruppen: - % jünger als 20 50 % zwischen 21 und 40 50 % zwischen 41 und 75 - % älter als 75
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