Dass Singen ein natürliches Antidepressivum ist, Glückshormone freisetzt und ganz nebenbei über 100 Muskeln trainiert, das erleben die Gründer:innen des Niendorfer Nachbarschaftschors „Haste Töne?“ schon seit vielen Jahren. Seit 2012 treffen sie sich regelmäßig und selbstorganisiert im „Nachbarhaus“. Mit angeleiteten Lockerungs- und Entspannungseinheiten zu Beginn der 90-minütigen Probe tanken sie neue Energien und trainieren gezielt die Atmung. Besonders die älteren Teilnehmenden profitieren von den Atemübungen und Stimmcoachings für mehr Stimmkraft im Alltag. Das gemeinsame Singen ist aber nicht nur ein Muskeltraining, es steigert vor allem die Abwehrkräfte und ist ein wirksamer Schutz vor Herz-Kreislauf- sowie Stimmproblemen.
Aktueller Stand
Heute singen 32 Anwohner:innen zwischen 40 und 90 Jahren zweimal monatlich im „Haste Töne?“- Chor. Die Sänger:innen lernen über die Musik ihre Gefühle auszudrücken, und das in vielen Sprachen: „Wir singen interkulturell und experimentieren in verschiedenen Sprachen, Tonarten und Notenfolgen. Neben Spaß ist also auch immer Gehirnjogging- und Training dabei“, berichtet eine Teilnehmerin. Mit ihren Liedern treten die Nachbar:innen gelegentlich auch auf Stadtteilfesten auf. Insgesamt erreichen die Aktiven mit den monatlich 95 verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen des „Nachbarhauses“ rund 700 Menschen im Quartier. Für die Finanzierung ihres Chorprojektes sammeln sie Spenden und Stiftungsförderungen. Den Raum stellt die Baugenossenschaft „bgfg“ zur Verfügung.
Langfristiges Ziel
Ein Wunsch der Sänger:innen ist es, sich künftig wöchentlich zu treffen und neue Mitglieder in ihren Chor aufzunehmen. Das Fördergeld würden die Aktiven daher unter anderem in weitere Notensätze für alle investieren.
Steckbrief
Initiative: Das Nachbarhaus
Organisationsform: Gemeinschaftshaus der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter
Gründungsjahr: 2000, erweiter in 2009
Projekttitel: Haste Töne? – Ein Nachbarschaftschor
Engagierte Nachbar:innen in der Initiative: ca. 38
Wirkungskreis im Quartier: bis zu 700 Menschen nehmen bereits regelmäßig an den Angeboten teil, angesprochen werden ca. 9000 Anwohnende im gesamten Quartier Niendorf-Nord
Erreichte Nachbar:innen im Projekt:33
Projektteilnehmer:innen nach Altersgruppen: - % jünger als 20 - % zwischen 21 und 40 66 % zwischen 41 und 75 34 % älter als 75
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