Ein gemeinsamer Spaziergang wird zum Einstieg in den Kochworkshop, ein Frühstück öffnet die Tür zu gesunder Ernährung: Seit 2020 setzen die Vereinsaktiven von „Freunde alter Menschen“ mit dem Projekt „Generation Nachbarschaft“ bewusst auf ein generationenübergreifendes und abwechslungsreiches Gesundheitsangebot, das aus der Gemeinschaft entsteht. Um die monatlichen Nachbarschaftstreffen herum wechseln Themen und Formate übers Jahr verteilt: Die rund 35 freiwillig Engagierten organisieren in mittlerweile sieben Hamburger Quartieren Stadtteilspaziergänge, Yoga im Sitzen, gemeinsame Mittagstische, Minigolf sowie saisonale Koch- und Mitmachaktionen. Die Ideen kommen von den Nachbar:innen selbst – vom Body-Percussion-Workshop einer 74-jährigen Anwohnerin bis zum gemeinsamen Kürbiseinkochen.
Aktueller Stand
Die Aktiven organisieren mittlerweile rund zehn kostenlose Veranstaltungen im Monat, an denen regelmäßig ca. 600 Anwohnende teilnehmen. Besonders im Bereich „gesunde Ernährung“ bauen sie ihr Programm gezielt aus: so treffen sich Nachbar:innen in Eimsbüttel einmal im Monat zum Koch- und Back-Workshop, bei dem saisonale Zutaten sowie vegetarische und vegane Alternativen im Fokus stehen. Gemeinsame Frühstücke, saisonales Kochen mit Sommersalaten oder Herbstsuppen und ein geplanter Smoothie-Workshop ergänzen das Programm. Ihr Angebot finanzieren die Macher:innen durch Eigenmittel sowie Spenden, hauptamtliche Koordinatorinnen begleiten die ehrenamtlichen Stadtteilteams.
Langfristiges Ziel
„Unsere Erfahrung zeigt, dass der Wunsch der Anwohnenden nach einer lebendigen Nachbarschaft steigt“, sagen die Vereinsaktiven. Daher planen sie, ihr Konzept auf weitere Hamburger Stadtteile zu übertragen. Anwohner-Anfragen aus Randlagen in Bezirken wie Wandsbek bestätigen den Bedarf. „Wir wollen weiterhin vielfältige Gelegenheiten für Begegnung, Bewegung, gesunde Ernährung und soziale Teilhabe im direkten Wohnumfeld ermöglichen“, sagen die Initiator:innen. Mit dem Preisgeld würden sie das Angebot ausbauen und verstetigen.
Wirkungskreis im Quartier: 422.000 in den insgesamt sieben Quartieren, davon statistisch gesehen 71.000 von Einsamkeit betroffene Personen
Erreichte Nachbar:innen im Projekt: Rund 600 Anwohnende nehmen regelmäßig teil
Projektteilnehmer:innen nach Altersgruppen: 5 % jünger als 20 25 % zwischen 21 und 40 50 % zwischen 41 und 75 20 % älter als 75
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