Erste Hilfe in Nachbarschaften

Viele Unfälle passieren im Haushalt, mit dem Alter steigt das Risiko deutlich an. Oft sind es die Nachbarn, die als Ersthelfende gefragt sind. Aber: Jeder Zweite hält sich nicht für fit genug, um Erste Hilfe zu leisten. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg. Viele Nachbarschaften bauen Notfällen im Wohnumfeld frühzeitig vor.

Unter Nachbarn nimmt die Frage nach Erste-Hilfe-Maßnahmen einen besonderen Stellenwert ein. Denn sie sind schnell vor Ort und können als vertraute Menschen Unterstützung leisten. „Je besser der soziale Zusammenhalt, desto leichter fällt es auch zu helfen und um Hilfe zu bitten,“ sagt Erdtrud Mühlens, Gründerin des bundesweiten Netzwerk Nachbarschaft.

Gemeinschaft schafft mehr Sicherheit

Nachbargemeinschaften wie die Kölner Wunschnachbarn, das Mehrgenerationenhaus Wir vom Gut in Düsseldorf, die Bonner Siedlungsgemeinschaft Karmeliterstraße, der Gut!Branderhof in Aachen oder die Hamburger Machbarschaft Wandsbek-Hinschenfelde leisten Erste Hilfe schon dadurch, dass sie sich gut vernetzen, um für Notfälle besser gewappnet zu sein. Sie kümmern sich um erkrankte Nachbarn, tauschen Telefonnummern aus, informieren die Angehörigen und vereinbaren frühzeitig, welche Maßnahmen im kritischen Fall zu ergreifen sind.

Miteinander zum Schutz der Gesundheit

Erste Hilfe beginnt damit, gemeinsam für mehr Sicherheit im Wohnumfeld zu sorgen. „Gesundheitsförderung und Prävention setzen dort an, wo Menschen leben“, sagt Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg. Die Gesundheitskasse unterstützt Nachbarinitiativen, die sich aktiv für ein gesundes Miteinander einsetzen.

Jetzt bewerben!

Gemeinsam mit dem Netzwerk Nachbarschaft lobt die AOK Rheinland/Hamburg den Förderpreis „Gesunde Nachbarschaften“ aus. Angesprochen sind Nachbarinitiativen an Rhein und Ruhr sowie in Hamburg, die sich aktiv und nachhaltig für eine Verbesserung der Lebensqualität im Quartier einsetzen. Der Förderpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Unter den Bewerbungen wählt die prominent besetzte Jury zehn Projekte aus, die mit jeweils 1.000 Euro gefördert werden. Bewerbungen für den Förderpreis sind hier möglich.