Hilfe aus der Machbarschaft

„Unser Angebot setzt dort an, wo es im Alltag schwierig wird, aber professionelle Hilfe noch nicht gebraucht wird“, erklärt Wolfgang Suer die Idee seines Nachbarschaftsvereins. Dazu gehören kleine Reparaturen im Haushalt, Einkaufsdienste oder die Begleitung zu Ämtern und Arztterminen. Oft nachgefragt ist technische Hilfe, etwa wenn es darum geht, das Tablet online zu schalten. Was die einen nicht schaffen, gelingt anderen im Handumdrehen. Beide Seiten schnell zusammenzubringen, ist das Ziel des Machbarschaft-Vereins in Hamburg-Wandsbek, Ortsteil Hinschenfelde. Seit 2015 engagieren sich NachbarInnen ehrenamtlich dafür, dass die Älteren unter ihnen so lange wie möglich selbstständig im vertrauten Umfeld leben können.

Schnelle Unterstützung
Nicht alle der 50 aktiven Nachbarinnen und Nachbarn können regelmäßige Besuchsdienste zeitlich einrichten, wohl aber können sie von Fall zu Fall aushelfen. Online halten sie miteinander Kontakt und sprechen sich spontan ab, wer einspringen kann. Sie alle – wie auch die rund 200 Hilfenehmenden – sind Mitglieder im Nachbarschaftsverein. Das schafft Vertrauen und ermutigt dazu, Hilfe zu erbitten.

Gutes Tun für die Zukunft
Die Jüngeren, sagt Wolfgang Suer, engagieren sich, weil sie viel Freude daran haben, hilfsbedürftigen Menschen in ihrer Nachbarschaft zur Seite zu stehen. Später wollen einige selbst gern die Hilfe in Anspruch nehmen. Das Prinzip „Geben und Nehmen“ funktioniert generationenübergreifend. Ausflüge und Sommerfeste nutzen die jungen und älteren NachbarInnen, um den Helfenden für ihr Engagement zu danken und mit der hilfsbereiten Nachbarschaft gemeinsam zu feiern.

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