Interview mit Günter Wältermann

Was steckt hinter der Initiative „Gesunde Nachbarschaften“?
Soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe sind für uns wichtig. Ob und wie wir in Gemeinschaft eingebunden sind, hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Lebensqualität. Gelebte Nachbarschaften bieten Rückhalt, fördern Teilhabe und wirken sich positiv auf die Gesundheit aller Beteiligten aus.

Günter Wältermann
Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg

Welches Potenzial sehen Sie in nachbarschaftlichem Engagement?
Ich sehe darin ein enormes Potential. Denn wer sich für andere einsetzt, leistet Wertvolles für sich und für die Gemeinschaft. Nachbarschaftliches Engagement kann viel bewirken – zum Beispiel kann sie Menschen vor Einsamkeit bewahren oder aus der Isolation zurück in soziales Miteinander helfen. Durch regelmäßige Besuche, Gespräche oder Alltagshilfen erfahren sie soziale Einbindung und Wertschätzung. Sie fühlen sich mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen. Klar ist aber auch: Nachbarschaftshilfe ist kein Ersatz für professionelle Hilfe. Wenn man diese Grenze nicht erkennt, überfordert man nachbarschaftliches Engagement.

Was möchte die AOK Rheinland/Hamburg mit dieser Broschüre erreichen?
Die Vielfalt nachbarschaftlichen Engagements ist beeindruckend. Wir wollen diese Bandbreite zeigen und Menschen dazu anregen, selbst aktiv zu werden. Dafür gibt diese Broschüre vielfältige Impulse.